21 Days of ... warum eigentlich „Om“?
von Lena Raubaum (Gastautorin) in Praxis

Warum heißen die 21 DaysOfOm eigentlich 21DaysOfOm? Warum nicht 21 Days of You? Oder 21 Days of Yoga? Oder 21 Days of Practice? Zugegeben, der Name kam uns einfach und wir fanden ihn gut. Punkt. Doch als wir dann mehr darüber nachdachten, was in Om so alles steckt, da fanden wir den Namen einfach nur noch besser, weil in Om die Kraft der 21 Days verborgen liegt ...

Zunächst: das Om ist DER Klang, DAS Zeichen des Yoga. Selbst Menschen, die noch nie etwas mit Yoga zu tun hatten, kennen das Om als V.I.P. und Star aller Mantras des Yoga. Es ist Ausbreitung, und Ausweitung unserer selbst, verbunden mit Eingehen und Einsehen in uns selbst. Nicht selten beginnen und enden Yogastunden mit einem OM, schwingen uns ein- und aus, damit wir beschwingt in die Stunde gehen und deren Wirkung hinaustragen. Anand Semalty – seines Zeichens Brahmane, Astrologe und Leiter des „Vedic Valley“ in Goa – hat einmal gesagt: „Das Om ist wie die Sirene einer Rettung. Wenn sie erklingt, dann wird Platz gemacht damit die Rettung und Heilsames besser durchkommt.“ Ein schöner Vergleich, nicht? Kaum tönt ein Om, entsteht in uns eine Rettungsgasse, auf dass Gutes ins Fließen komme. OM erdet uns auf himmlische Art und Weise und führt uns immer wieder zurück in die Kraft des Herzens.

Aller guten Dinge sind drei

Doch nicht nur, weil Om von Herzen kommt haben wir die 21DaysOfOm danach benannt. Auch aus einem anderen Grund: OM symbolisiert Trinität und das „Darüber hinaus“. Im Yogawiki von Yoga Vidya steht dazu: Om besteht aus drei Buchstaben, A U M, sowie die Stille, die danach kommt. Diese kannst du auch im Symbol für Om erkennen: was wie eine 3 aussieht, ist das A. Die schlangenförmige Linie rechts unten ist das U. Der Halbmond rechts oben ist das M. Und der Punkt dahinter wird als "Bindu" bezeichnet. Dieser steht für das Unendliche, das Ewige, die Stille, die Transzendenz.“ OM werden also sämtliche Dreieinigkeiten zugeordnet. Neben den drei Bewusstseinszuständen – Wachzustand, traumloser Zustand und Tiefschlaf – gibt es noch einige andere wie Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder Brahma, Vishnu und Shiva oder Körper, Geist und Seele.

So kommt es nicht von ungefähr, dass sich das Om auch eigentlich aus den 3 Buchstaben „A“, „U“ und „M“ zusammensetzt und jeder dieser Buchstaben trägt eine eigene Botschaft in sich. Also haben wir uns gedacht „Hey, wenn die Aktion schon drei Wochen dauert, dann widmen wir jede Woche einem Buchstaben, der die Woche jeweils in seine bestimmte Botschaft taucht.“ Tja, das haben wir uns gedacht und das machen wir auch so.

WOCHE 1 – A wie Anfangszauber

Hermann Hesse schreibt in seinem Gedicht „Stufen“ davon, dass in jedem Anfang ein Zauber innewohne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Dies ist wohl eine der poetischsten und schönsten Formulierungen für das Gefühl von Anfangseuphorie, von Aufbruch, von Neuem, von Unentdecktem. Aller Anfang aktiviert Außergewöhnliches, Momente und Dinge die außerhalb unserer gewohnten Abläufe liegen. Darum steht diese erste Woche ganz im Zeichen der zauberhaften Anfangseuphorie. Wie passend in dieser ersten Woche des neuen Jahres, oder?

Wusstest Du, dass Du immer wieder und wieder NEU anfangen kannst? Dass Du neu-gierig, gierig auf das Neue sein darfst? Jeder unberührte Morgen, jeder kraftvolle Sonnenaufgang, jeder frische Tag der 21DAysOfOm und darüber hinaus schafft neue Möglichkeiten für Dich. Was war, das war und das ist wahr. Was vergangen ist, ist gegangen und es ist immer wieder möglich NEU anzufangen! Denke den ungedachten Gedanken, träume den unmöglichen Traum, beginne jetzt Dein noch ungelebtes Leben – Du kannst es. Egal was hinter Dir liegt, jetzt ist der Moment, in dem Du neu beginnst.

Vertrau auf jeden Anfang, dem ein Zauber innewohnt – Abrakadabra (hui, so viele As!) Er beschützt Dich, hilft Dir zu leben und ein staunendes, öffnenes „Aaah!“ zum Leben zu sagen.

Wir wünschen Dir eine anfangseuphorische erste Woche!

Dein YogaMeHome-Team

 

Und wenn Du Lust hast, hier noch eine kleine Achtsamkeits-Übung für den Alltag:

 

Der Anfangszauber

Kehre heute immer wieder zu dieser Übung zurück. Am Besten Du malst Dir als Erinnerung ein kleines Zeichen auf die Hand, vielleicht ein Om.

Teile mich auf:

Lena Raubaum (Gastautorin)

Lena Raubaum ist ausgebildete Schauspielerin, Sprecherin, Kinderyogalehrerin und Nuad Praktikerin. Ihre Begeisterung für Yoga und ihre Liebe zu Sprache lebt sie als Chefredakteurin des Magazins YogaZEIT aus, schreibt Geschichten für den kleinen Yogi, textet so manchen Song für Janin Devi oder Mai Cocopelli und bloggt auf YogaMeHome. Wer Lena kontaktieren will, schaut am Besten mal hier vorbei: Lena Raubaum

Kommentare 

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein.
Bitte Dich zuerst ein bzw. registriere Dich.

Zum Seitenanfang