Yogische Gelassenheit: Die Krise entspannt meistern
von Susanne Nadler in Inspiration

Wir alle wissen, dass die Corona Krise viel Schreckliches mit sich bringt. Das wollen wir auch gar nicht ignorieren. Dieser Blogartikel möchte sich aber absichtlich mit den positiven Seiten der Krise auseinandersetzten. Er will dir Mut machen und aufzeigen, was sich gerade überall postiv entwickelt.

Wir haben immer die Wahl: Sehen wir das Glas halbleer oder halbvoll? Natürlich wird uns diese Krise noch lange beschäftigen und für viele Menschen auch sehr unschöne Dinge nach sich ziehen. Wenn wir aber etwas tiefer einsteigen, gibt es einige Dinge, die wir durchaus positiv sehen können. Eine Liste mit guten Dingen, die gerade in der Welt passieren, findest du weiter unten.

Wir wissen, dass das einzige Beständige die Wandlung ist. Das ist ein universelles Gesetz. Warum also nicht die Herausforderungen an den Hörnern packen und das Beste draus machen?

Annehmen, was ist

Wenn du annimmst, was jetzt gerade ist, ohne das Ganze zu bewerten, wirst du kein unnötiges Leid erfahren. Egal, was passieren wird. Das ist natürlich eine große spirituelle Herausforderung, aber wir alle können sie meistern: Mit Meditation und Stärkung unserer Resilienz. In der Yogapraxis ist ein wichtiges Ziel das „detachment". Damit versuchen wir eine gesunde Distanz zu unseren Gefühlen herzustellen und sie (einfach) wertungsfrei zu beobachten.

Was nicht bedeutet, nichts mehr zu empfinden. Vielmehr durch die Meditation eine Abgrenzung zu übersteigerten Gefühlen herzustellen und sich nicht im Leid der anderen, der Vergangenheit oder einer möglichen Zukunft zu verstricken. Verstehen, annehmen und transformieren sind in der Krisenzeit essentiell auf dem spirituellen Weg. Vielleicht magst du die kommenden Tage nutzen, um wieder einmal tief in dich hineinzuspüren: Welche Ängste sind da? Indem du sie akzeptierst und dir selbst gegenüber in einer wohlwollenden Haltung bleibst, kannst du sie gehen lassen. Dann kannst du den Blick wieder auf das Positive richten.

Und vielleicht magst du selbst einmal darüber nachdenken, welche guten Seiten diese verrückte Zeit gerade bringt. Vielleicht wachst ihr als Familie gerade stärker zusammen. Vielleicht sprecht ihr mehr darüber, wie es euch wirklich geht? Es kann auch sein, dass du gerade endlich mal wieder durchatmen kannst, weil dein Alltag nicht voller Hetze, Erledigungen und Arbeit ist? Schreib uns unten, wie du ganz persönlich diese Zeit erlebst.

Die folgende Meditation von Florian Palzinsky möchten wir dir vorschlagen. Denn das Positive lässt sich mit offenem Herzen so viel besser sehen:

Meditation für Dein Herz

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7 wirklich gute Dinge, die gerade passieren

Um dir aus der negativen Gedankenschleife zu helfen, möchte ich hier ein paar wirklich tolle Dinge mit dir teilen, die durch das Corona Virus gerade auf der Welt passieren.

1. Belgische Forscher finden Corona-Antikörper

Das flämische Institut für biotechnologische Forschung (VIB) hat die Entdeckung eines Antikörpers bekannt gegeben, der in der Lage ist, das Virus, das Covid-19 verursacht, zu neutralisieren.

2. Corona Virus in China: Keine neuen Infektionen gemeldet

Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des neuartigen Corona Virus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Das Schlimmste ist wahrscheinlich schon überwunden. Langsam kehrt etwas Normalität in die großen Städte der Ostküste zurück. Restaurants öffnen wieder und Menschen trauen sich auf die Straße. Auch die Wirtschaft erholt sich bereits langsam: Apple gab bekannt, seine 42 Geschäfte auf dem Festland wieder zu öffnen. Von offizieller Seite heißt es, 95 Prozent der großen Unternehmen außerhalb Hubeis und 60 Prozent der kleineren Firmen hätten mittlerweile ihren Betrieb wieder aufgenommen.

3. Wasserverschmutzung drastisch zurückgegangen

Für unseren Planeten eine dringend nötige Atempause!  Die Luft wird überall klarer und in Triest kommen sogar Delfine wieder direkt in den Hafen, weil keine Schiffe mehr fahren. Das gab es schon viele, viele Jahre nicht mehr. Hier ein berührendes Video dazu.

4. Bessere Luft

Die Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona Virus haben in Asien und Europa offenbar zu einem sehr deutlichen Rückgang der Luftverschmutzung geführt. Das geht aus Bildern der NASA hervor. In Tokio berichten Menschen, die im 30ten Stock leben, sie können erstmals den Boden wieder sehen.

5. Zusammenhalt wächst

Auch wenn wir alle gerade nicht zusammen draußen feiern können, so kann man weltweit feststellen, dass wir mehr auf Menschlichkeit und soziale Fürsorge Wert legen.

  • Da hängt etwa Stephie einen Zettel an die U-Bahn-Station "Samariterstraße" und bietet den älteren Nachbarinnen Einkaufsdienste im Supermarkt oder in die Apotheke an.
  • Oder da Besuche in Alten- und Pflegeheimen wegen der Corona-Krise komplett untersagt sind, hat sich die Familie einer Rentnerin, die am Montag ihren 99. Geburtstag feierte, etwas Besonderes einfallen lassen. Alle Mitglieder der Familie versammelten sich mit einem Schild, auf dem „Alles Gute zum 99.“ stand, vor dem Fenster des Zimmers der älteren Dame und sangen für sie „Happy Birthday“, während die Pflegerinnen dem „Geburtstagskind“ einen Kuchen mit einer Kerze brachten. 
  • Unter "Mainz Liebe" fordern Bürger der Stadt Mainz dazu auf, Bars, Restaurants und Kulturstätten unter die Arme zu greifen. "Jetzt zahlen. Später trinken/essen/feiern" lautet das Motto. In dem Aufruf heißt es: "Wir wollen unsere Lieblingsorte in der Krise unterstützten und vor der Insolvenz retten, indem wir ihnen jetzt das Geld zur Verfügung stellen, was wir ohnehin bei ihnen ausgeben würden."   In anderen Städten gibt es ähnliche Initiativen. Kennst Du weitere solcher Initiativen? Schreibe sie unten als Kommentar, um andere auf gute Ideen zu bringen.

6. Zeit für Gemeinsamkeit

Es gibt einen riesen Anstieg an Solidarität und Nähe trotz vernünftigem Abstand. Noch nie wurde soviel geskyped, wie in diesen Tagen. Freunde treffen sich, trotz Ausgehverbot, virtuell und feiern Partys online. Familien haben plötzlich wieder Zeit zusammen und nicht nur das: Sie denken sich allerlei tolle Dinge aus, die sie endlich wieder wirklich zusammen unternehmen. Das gibt es plötzlich gemeinsames Yoga, echte Gespräche, lange Telefonate mit den Liebsten und Pläne für die Zeit "danach". Nachbarn helfen sich gegenseitig mit Einkaufen und Hilfsdiensten vor der Türe. Das ist vielleicht der größte momentane Gewinn. 

7. 95 jährige überwindet Covid-19

Gerade macht die Geschichte von Alma Clara Corsini aus Italien etwas Mut: Die 95-jährige Frau ist die erste Coronavirus-Patientin, die heute in der Provinz Modena geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Sie kommt aus dem 2.000-Einwohner-Örtchen Fanano in der Region Emilia-Romagna.

All dies sind nur kleine Beispiele, die wir überall beobachten können. Vielleicht hast auch du eine Idee, wie du gerade jetzt die Welt ein bisschen besser machen und anderen eine Freude bereiten kannst. Das ist auch gelebtes Yoga!

Und noch eine gute Nachricht:

Auch wir von YogaMeHome möchten anderen helfen, die gerade in eine finanzielle Krise schlittern. Wenn es dir gerade auch so geht, dann lies unbedingt hier, wie auch du von unserer Hilfe profitieren kannst.

Und wie erlebst du das gerade? Wenn du noch gute Ideen beisteuern magst, wie die Welt jetzt ein Stück besser werden kann, dann schreib sie unten als Kommentar,

Bleib gesund und gelassen!

Herzliche Grüße,

Deine Homies  

Übrigens finden wir, dass besonders Karma Yoga jetzt zeitlich eine sehr passende Yogapraxis ist. Hier kannst du nachlesen, was Karma Yoga ist, aber um es kurz und knackig auf den Punkt zu bringen: Karma Yoga meint, aus der innren Position der "gesunden Distanz" heraus zu handeln, in weiterer Folge auch selbstlos für andere zu handeln und dabei das eigene Ego und die vielen kleinen Bedürfnisse mal einen Gang runterzuschalten. So kannst du glücklich werden, indem du andere glücklich machst. Hier ist Teil 1 der kostenlosen Serie "Karma Yoga von und mit Eberhard Bärr"

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Susanne Nadler

Susanne Nadler leitete von November 2019 bis Juli 2020 die YogaMeHome-Blogredaktion. Sie ist freiberufliche Redakteurin und Videoproduzentin. Nachdem sie 17 Jahre lang für verschiedene Fernsehsender tätig war, hat sie vor einigen Jahren den Massenmedien den Rücken gekehrt und kümmert sich seitdem lieber um die wahren, guten und schönen Themen. Zum Beispiel war Susanne vorher drei Jahre lang die Redaktionsleitung des Compassioners.com.

Sie liebt es, neue Visionen zu entdecken, komplexe Sachverhalte auf ein verständliches Maß zu komprimieren und gute, lebensbereichernde Impulse und Wahrheiten weiterzugeben. Deshalb sieht sie es als ihre Aufgabe an, zu verbinden, zu vermitteln und zu verbreiten. 

Kommentare

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Sabine

Wunderbar ermutigend, danke! In Vorfreude
Herzliche Grüsse aus der Stille

Verfasst am 30.03.2020 um 14:00

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