Yoga zuhause - 6 Tipps wie es Dir gelingt
von Philipp (Redaktion) in Praxis

Viele Yogis und Yoginis schaffen es regelmäßig oder sogar täglich Yoga zuhause zu üben, anderen fällt das schwer. Was unterscheidet die beiden voneinander? Gibt es einen Trick? Wie du Dir eine starke Yoga-Praxis zuhause aufbaust, davon handelt dieser Artikel.

"Das Schwerste am Yoga ist der Schritt auf die Matte",

soll Sri K. Pattabhi Jois einmal gesagt haben. Sind wir dort aber erst einmal angekommen, bereuen wir es nie.
 

6 Tipps für Dein Yoga zuhause

1. Kenne Deinen wahren Herzens-Wunsch (Warum?)

Mit anderen Worten: Wisse, warum Du überhaupt Yoga üben möchtest. Wenn Du Deinen Herzens-Wunsch nicht kennen solltest, dann kannst Du ihn in zwei Schritten herausfinden.

Schritt 1:
Nimm Dir 10 Minuten und denke in Ruhe und radikal ehrlich über Dein Ziel nach, welches Du auf der Matte verfolgst. Was willst Du von Deiner Matten-Zeit bekommen? Dann formuliere dieses Ziel positiv und schreibe es auf. Mit "positiv" meine ich, dass Du alle Verneinungen in diesem Satz weglässt. Also beispielhaft: "Ich möchte einen gesunden Rücken haben", und nicht: "Ich möchte keine Rückenschmerzen mehr haben." Das Ziel unserer Yoga-Praxis zuhause ist immer ein sehr persönliches und es entspringt immer unserem Herzens-Wunsch. Wichtig ist, dass Du Deines kennst, denn es führt Dich zu Deinem Herzens-Wunsch.

Schritt 2:
Als nächstes Frage Dich, warum Dir dieses Ziel wichtig ist. Was ist der eigentlich Wunsch, der hinter diesem Ziel liegt? In diesem einfachen Beispiel könnte das lauten: "Ich möchte mehr Freude im Alltag erleben" (meine plagenden Rückenschmerzen haben mich oft davon abgehalten). Sollte die Antwort nicht gleich so klar sein, wie in diesem einfachen Beispiel, dann frage Dich so lange weiter nach dem wahren Wunsch, bis Du ihn auf ein Wort oder eine kurze Formel runterbrechen kannst. In diesem Fall wäre der Herzens-Wunsch "Mehr Freude im Alltag erleben". Wenn mehrer Antworten herauskommen, auch gut, schreibe sie auf und lies sie dir selbst vor. Dein wahrer Herzens-Wunsch ist die Formel, die am meisten Emotion bei Dir auslöst.

Jetzt weißt Du, was Dein Herzens-Wunsch ist, der Dich zum Yoga geführt hat. Schreibe Dir diesen Wunsch in Deiner schönsten Handschrift auf eine Karte und hänge sie Dir an Deinen Yoga-Platz.

2. Richte Dir einen Yoga-Platz zuhause ein (Wo?)

Übe zuhause möglichst immer am selben Platz. Lass Deine Matte am besten ausgerollt. Wenn Du nicht genug Platz hast, rolle sie nach dem Üben ein, aber belasse sie an diesem Ort. Mache Dir diesen Platz schön und persönlich. Häng Dir die Karte mit Deinem Herzens-Wunsch auf, stell Dir eine Kerze hin, die Du immer zur Praxis anzündest und danach wieder ausmachst, häng Dir ein Bild von einem Lehrer auf, der Dich inspiriert - was auch immer. Und dann begegne diesem Ort stets mit einem inneren Lächeln und einem gewissen Respekt. Du wirst sehen, mit der Zeit bekommt dieser Ort eine ganz besondere Energie und Du wirst ihn gerne regelmäßig aufsuchen wollen.

3. Kenne Deine Yoga-Zeit (Wann?)

Der größte Gegner einer regelmäßigen Praxis sind die Verpflichtungen des Alltags. Irgendwie kommt immer irgendwas dazwischen - wir alle kennen das. Um das Verwirklichen Deines Herzens-Wunsches nicht dem Alltag zu opfern, gibt es zwei Möglichkeiten. A) Du übst immer morgens nach dem Aufstehen. B) Wenn das nicht geht, weil Du ein schrecklicher Morgenmuffel bist oder Kinder hast, die schon früh Deine Aufmerksamkeit fordern, dann überlege Dir stets am Tag vorher, wann Du am nächsten Tag üben wirst. Gehe den Tag in Gedanken durch und verabrede Dich mit Dir selbst. Diese Verabredung beinhaltet, wie jede andere Verabredung auch, eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort (zumeist Dein Yoga-Platz).

4. Deine Lieblings-Yoga-Praxis ist immer richtig (Wie?)

Was soll ich denn heute üben? Solltest Du auf diese Frage mal keine Antwort haben, dann lege Dir eine Lieblings-Praxis zurecht und die übst Du immer dann, wenn Du gerade nichts anderes vor hast. Mit YogaMeHome ist das natürlich noch einfacher, denn hier speicherst Du Dir einfach Dein absolutes Lieblings-Yoga-Video in den Favoriten ab und klickst auf Play.

Noch ein kleiner Tipp in diesem Zusammenhang: das WAS ist nicht so wichtig. Das WIE ist viel wichtiger und das hat wieder mit Deinem Herzens-Wunsch zu tun. Erinnere Dich also vor jeder Praxis an diesen Wunsch und setze Deine Intention (eine Intention ist eine Art Einladung an Deinen wahren inneren Herzens-Wunsch, sich auf der Matte zu entfalten).

5. Yoga zuhause braucht eine klare Entscheidung (Wie oft?)

Soll ich heute oder soll ich nicht? Ist es mir wichtig oder mache ich heute lieber...? Ich könnt ja auch morgen, blabla... Wenn Du solche oder ähnliche Gedanken in Deinem Kopf belauschst, dann sind sie ein Zeichen dafür, dass es Deiner inneren Enstcheidung an Festigkeit fehlt. Das ist nicht schlimm, das kennen wir alle. Aber es kostet unglaublich viel Energie. Deshalb ist es wichtig zu einer möglichst klaren und festen inneren Entscheidung zu gelangen.

Gelingt Dir das nicht, dann kannst Du Folgendes tun. Beschäftige Dich nochmals mit Deinem Herzens-Wunsch. Male Dir in bunten Farben aus, wie Du Dich fühlst, wenn Du ihn verwirklicht hast. Benutze Deine Phantasie und lasse Dein Ziel möglichst lebhaft vor Deinem inneren Auge tanzen. Das hilft der eigenen Motivation meist auf die Sprünge. Wenn nicht, auch nicht schlimm, dann versuche Dir Inspiration von außen zu holen.

6. Inspiration ist der Schlüssel zu allem (Wohin?)

Kennst Du das, Du kommst von einem Yoga-Workshop oder einer Konferenz wieder nach hause und bist hochmotiviert? Du kannst es kaum erwarten auf die Matte zu kommen und all das Gelernte auszuprobieren? Das ist die Kraft der Inspiration! Sie beflügelt alles, gibt uns Orientierung und beträufelt jede Handlung mit süßer Freude. Fehlt sie, dann schmeckt alles langweilig. Dann wird die Asana-Praxis zuhause zur bloßen Gymnastik und in der Meditation fährt unser Geist Karussell wie Kinder auf dem Jahrmarkt.

Sollte Dir das passieren, dann plane ganz bewusst Zeit ein und kümmere Dich um Deine Inspiration. Sich um Inspiration zu bemühen, gehört für mich fest zur eigenen Yoga-Praxis zuhause dazu. Das ist also kein Extra, sondern wesentlicher Bestandteil! Besorge Dir also ein gutes Buch über Yoga oder einen Yoga-Film (z. B. Der Pfad des friedvollen Kriegers). Dann mach Dir einen Tee und leg die Füße hoch. Danach weißt Du wieder wohin Dich Deine Yoga-Reise führen soll.

Wir hoffen, diese Tipps für Dein Yoga zuhause helfen Dir weiter.

Das Leben ist schöner mit Yoga!

Teile mich auf:

Philipp (Redaktion)

Philipp Strohm ist Gründer von YogaMeHome. Wenn er nicht gerade mit seiner Kamera auf Tour ist, um die Lehrer-Perlen der deutschsprachigen Yoga-Welt zu finden, dann lebt er mit seiner Familie in Wien.

Kommentare

ausblendeneinblenden

Birgit

Welche Inspiration hast Du heute..?

Verfasst am 05.10.2020 um 12:51

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein.
Bitte Dich zuerst ein bzw. registriere Dich.

×
Zum Seitenanfang