Gesichtsyoga - Was ist das?
von Ursula Stoxreiter & Zorica Markovic in Praxis

Gesichtsyoga sorgt für straffe Gesichtszüge und ein entspanntes Gesicht. Wir erklären, wie es funktioniert und zeigen Übungen mit Videos. Inzwischen belegen mehrere Studien die Wirksamkeit.

Unser Gesicht ist der Spiegel unserer Seele. Denke nur an chronischen Stress, der zu verspannter Kiefermuskulatur führt, teilweise bis hin zum nächtlichen Zähneknirschen. Oder an dauernde Grübelei, die mit der Zeit tiefe Falten zwischen die Augenbrauen gräbt. Oder an Müdigkeit und Erschöpfung, die Augenlider traurig hängen lässt.

Yoga für das Gesicht arbeitet genau wie Hatha Yoga für den Körper: über Dehnung, Entspannung und Kräftigung der Muskulatur bewirken wir einen freien Fluss der Energie und erlangen mehr Wohlbefinden und Gesundheit.

In der Tat ist unser Gesicht ein hochkomplexes Netz aus 26 Muskeln, die alle mehr oder weniger am Spiel unserer Mimik beteiligt sind und sie alle stehen in direkter Verbindung mit unserem Unterbewusstsein. Deshalb sieht man zufriedenen Menschen ihr Glück auch an. Sie strahlen, wirken frisch und energiegeladen.

„Wir können die Muskeln unseres Gesichts durch regelmäßiges Gesichtsyoga gezielt festigen und unser Gesicht dadurch straffen. Es können beispielsweise hängende Wangen durch Muskelkraft angehoben werden und die damit einhergehenden Naso-Labial-Falten geglättet werden. Ohne Botox und ohne die Gefahren einer kostspieligen Schönheitsoperation“, so Zorica Markovic und Uschi Stoxreiter, die Gründerinnen von Face-Shine Training.

Gesichtsgymnastik als Anti Aging Programm

Yoga-Übungen für das Gesicht sind somit ein kostengünstiges, nachhaltiges Anti-Aging Programm, das für einen lebendigen und positiven Gesichtsausdruck sorgt. Die Übungen erhalten die gesunde Spannkraft der Gesichtshaut und regen deren Regenerationskraft an.

„Auch wir lieben Cremes. Sie versorgen unsere Haut mit Feuchtigkeit und unterstützen deren Elastizität. Jedoch spätestens bei erschlafften Muskeln können sie nicht helfen. Muskeln mögen regelmäßiges Training“, so Markovic.

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Studien zu Gesichtsyoga

Gesichtsyoga wirkt! Im Januar 2018 wurde eine Studie der Northwestern University of Chicago veröffentlicht an der sich Frauen mittleren Alters zwischen 40 und 65 Jahren beteiligten. Die Frauen übten über 20 Wochen täglich - oder an jedem zweiten Tag - Yoga für das Gesicht. Das Ergebnis bestätigte, was Verfechter des Gesichtsyogas schon lange behaupten: das Gesicht der teilnehmenden Frauen sah nach dem Programm in etwa um 3 Jahre jünger aus.

Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher rund um die Leiterin Emily Poon, indem sie zu Beginn und am Ende Portrait-Fotos der beteiligten Probanden machten und das Alter von Ärzten schätzen ließen. Das selbe wurde nach der Studie erneut durchgeführt. Das durchschnittlich geschätzte Alter verringerte sich um immerhin 3 Jahre.

Die Schönheitsindustrie mit ihren teuren Cremes und Gesichtsmasken wird es nicht gerne hören wollen, aber die Studie belegt, dass Gesichtsyoga tatsächlich einen verjüngenden Effekt hat und dafür reichen bereits wenige Minuten täglich.

Dr. med. Eva Juchems, Leiterin der Ästhetischen Dermatologie der Universitätsmedizin Mainz, sieht die Wirksamkeit von Gesichtsgymnastik ganz ähnlich. Insbesondere bei Falten, die durch die Schwerkraft bedingt sind, können Übungen für die Gesichtsmuskeln helfen. Dazu zählen zum Beispiel Hängebäckchen, Doppelkinn oder Halsfalten.

"Aber auch an den Ringmuskeln rund um die Augen und den Mund können Gesichtsmassagen und aktive Bewegung kleinsten Knitterfältchen vorbeugen oder sie sogar glätten", sagt Hautärztin Juchems.

Wie wirkt Yoga fürs Gesicht?

Doch was passiert da genau im Gesicht? Warum sehen Frauen, die regelmäßig Gesichtsyoga machen, jünger aus?

Mit dem Alter verändert sich die Haut und sie verliert ihre Festigkeit. Das liegt daran, dass die darunter liegende Fett- und Muskelmasse abnimmt. Es kommt vermehrt zu Falten und hängenden Gesichtszügen. Gesichtsyoga trainiert die Muskeln und erhöht damit die Muskelmasse wieder. Das Gesicht wirkt frischer, voller und jünger.

Du hast Lust es mal auszuprobieren? Das folgende Video für Einsteiger gibt Dir einige Tipps, die Du beachten solltest, bevor Du mit Deiner Gesichtsgymnastik beginnst.

Wer hat Yoga für das Gesicht erfunden?

Angeblich geht es auf die Japanerin Fumiko Takatsu zurück, die nach einem Unfall unter einer asymmetrischen Gesichtsveränderung litt. Da sie Yoga liebte begann sie, die Prinzipien des Hatha Yoga auf die Muskeln im Gesicht anzuwenden. So entdeckte Fumiko Takatsu die Wirkung der Gesichtsgymnastik und entwickelte eine Reihe von Übungen. Damit war die Face Yoga Method geboren.

Sicher aber war sie nicht die erste in der Menschheitsgeschichte, die gezielte Übungen zur Entspannung der Muskeln im Gesicht entwickelte. Denn eigentlich liegt es ja nahe: Wir alle können spüren, wie sich Stress immer mal wieder im Gesicht niederschlägt und wie angenehm und erfrischend es sein kann, die Muskeln wieder zu dehnen und zu kräftigen.

Was solltest du beim Gesichtsyoga beachten?

Bevor Du mit Gesichtsyoga beginnst, solltest Du ein paar Punkte beachten. Zum Beispiel sollte Deine Haut nie zu trocken sein. Am besten Du verwendest eine Creme oder ein Öl vor dem Üben.

Mehr Tipps findest Du in diesem Video:

Anleitung: Yoga Übung für die Augen

Mit der folgenden Übung trainierst Du die Muskulatur rund um Deine Augen. Sie ist dann geeignet, wenn sich deine Augen gestresst und müde anfühlen oder Deine Unterlieder geschwollen sind. Schon nach dem ersten Mal üben wirst Du Dich erfrischt fühlen. Probier`s mal aus.

Auf dem Bild siehst Du links den betroffenen Muskel und rechts zeigt Dir unsere Lehrerin Uschi Stoxreiter von Face Shine wie Du Zeige und Mittelfinger auflegen sollst – bitte ohne dabei Druck auszuüben. Lege also Deinen Mittelfinger auf den inneren Winkel Deiner Augen und den Zeigefinger auf den äußeren. Hebe nun das Unterlied so weit wie möglich, so dass nur noch ein kleiner Schlitz entsteht. Lasse danach das Augenlid wieder sinken. Wiederhole die Bewegung zehn Mal.

An diesem einfachen Beispiel siehst Du schon, Yoga fürs Gesicht kannst Du überall machen. Sei es in der Bahn oder an einer roten Ampel, im Stau oder, pssst, auf der Toilette. Probiere es aus! Übe für einige Wochen und warte mal, ob Deine Freunde und Bekannte Dir plötzlich ein Feedback geben. Unser Tipp wäre auch vor dem Training ein Portrait-Foto von Dir zu machen und nach einigen Wochen ein zweites. Beobachte, wie sich Dein Gesicht verändert und das ganz ohne teure Beauty-Produkte oder gar Botox.

Video: Übung für die Stirn

Magst Du auch eine Gesichtsyoga-Übung für die Stirn ausprobieren? In diesem Video findest Du eine komplette Anleitung:

Kostenlose Online-Kurse für Gesichtsyoga

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Tipp: In der unverbindlichen Testmitgliedschaft kannst du die Online Kurse kostenlos mitmachen. Für YogaMeHome-Mitglieder:innen sind die Kurse natürlich inkludiert.

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Ursula Stoxreiter & Zorica Markovic

Uschi und Zorica sind die Gründer von Face-Shine Training. Sie bieten auf ihrere eigenen Website und auf YogaMeHome vollständige Video-Kurse in Gesichtsyoga an. Neugierig? Dann schau mal vorbei.

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