Täglich Yoga machen - warum es manchen gelingt
von Philipp (Redaktion) in Praxis und Inspiration

Wir haben mit Menschen gesprochen, denen eine tägliche Yoga-Praxis scheinbar mühelos gelingt. Was ist ihr Geheimrezept? Hier findest du unsere sechs Tipps, wie auch du regelmäßig Yoga praktizieren kannst.

Täglich Yoga machen - so gelingt es

Manchen gelingt es, jeden Tag auf die Matte zu gehen und es gelingt ihnen sogar ganz leicht. Für andere ist es mühsam. Immer wieder nehmen sie es sich vor, aber dann dauert es nicht lange und schon beginnt diese lästige Diskussion im Kopf: „Soll ich heute wirklich auf die Matte?“, „Ok, vielleicht später dann und ja, morgen dafür aber ganz bestimmt.“

Wir haben viele Gespräche geführt und versucht herauszufinden, was das Erfolgsrezept ist. Wie gelingt es täglich Yoga zu machen? In diesem Artikel fassen wir zusammen, was uns Yogis erzählt haben, die seit vielen Jahren täglich Yoga machen.

1. Deine Yoga-Praxis ist ein Rendez-Vous mit dir selbst

Genau so, solltest du das betrachten. Zeit auf der Matte bedeutet nicht einfach nur Gymnastik für den Körper zu machen. Vielmehr ist Mattenzeit immer auch eine Begegnung mit dir selbst. Eine Möglichkeit dich kennen zu lernen – so wie du bist. Frei von den Bewertungen der Außenwelt einfach nur Du sein.

2. Morgens oder abends?

Manche kommen morgens schlecht aus dem Bett und sind träge. Sollten sie also Yoga lieber abends machen? Die Meinungen gehen hier scheinbar auseinander. Doch halt! Unsere Gespräche mit Personen, denen eine tägliche Praxis gelingt, haben hingegen ein eindeutiges Ergebnis gezeigt: Fast alle gehen immer morgens als erstes auf die Matte! Wenn das bei dir gar nicht geht, dann mache dir einen Yoga-Termin mit dir selbst aus. Wichtig: trage ihn in deinen kalender ein und zwar immer mindestens schon ein bis zwei Tage vorher. Lass es also nicht einfach auf dich zukommen, sondern plane deine Praxis ein. Genau wie du es mit anderen wichtigen Dingen deines Lebens auch machst.

3. Kenne deinen Herzens-Wunsch

Wir alle haben einen tief in uns liegenden Wunsch, den wir insgeheim an unsere Praxis richten. Etwas, wonach wir uns sehnen. Dieser Wunsch ist ganz zentral für eine regelmäßige Praxis. Alle, die täglich auf die Matte gehen, kennen ihren Wunsch und können ihn auch klar formulieren. Unser Tipp ist also: Nimm dir Zeit, um diesen Wunsch für dich herauszufinden und ihn klar und deutlich zu formulieren. Achte darauf, dass du ihn nicht mit den Wünschen deines Verstandes verwechselst. „Ich will 21 Tage Yoga hintereinander unbedingt durchziehen“, ist zum Beispiel eher ein Wunsch des Egos. Hingegen: „Ich möchte Leichtigkeit im Herzen spüren“, oder „Ich schließe Freundschaft mit mir selbst“, das sind Herzens-Wünsche, die dich auch dauerhaft motivieren werden..

4. Lass deine Praxis niemals abreißen

Schon oft gehört und noch immer richtig und wichtig: Lass deine Praxis niemals abreißen! Wenn mal wirklich wenig Zeit da ist, dann setze dich zumindest für fünf Minuten auf deine Matte und verbinde dich mit deinem Herzens-Wunsch. Diese fünf Minuten scheinen unwichtig zu sein, sie sind es aber nicht. Wenn deine letzte Praxis erst mal drei Tage her ist, dann ist es ein Leichtes daraus vier zu machen. Eine tägliche Praxis ist wie ein Band, das nicht reißen sollte. Wenn es doch mal reißt, dann knote es einfach wieder zusammen. Achte nur darauf, das du nicht bald ein Knäuel aus lauter Knoten hast.

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5. Nach dem Lustprinzip oder immer die gleiche Praxis?

Hier gibt es jetzt tatsächlich kein Richtig oder Falsch. Grundsätzlich empfehlen wir die Praxis nicht jedes Mal völlig anders zu gestalten. Es kann also gut sein, ein Video, welches du magst, auch mal für eine Woche oder länger zu üben. Das bringt Ruhe in deine Praxis und weil du sehr bald weißt, was als nächstes kommt, kannst du dich mehr auf deine Innenschau konzentrieren. Wenn dir bei dem Gedanken der täglich gleichen Praxis aber das große Gähnen kommt, dann treib es bunt und hab Freude. Fazit: Probiere aus, welcher Typ du bist.

6. Dein Yoga-Platz

Und noch ein ganz praktischer Tipp: Richte dir deinen Yoga-Platz zuhause ein. Vielleicht mit einer Kerze, hänge deinen Herzens-Wunsch in Form eines Bildes oder als ausgeschriebenen Satz an die Wand. Lass diesen platz sehr persönlich werden und mach ihn dir einfach schön. Und jetzt übe immer an diesem Ort. Es ist dein Platz, der sich im Laufe der Zeit mit deiner ganz persönlichen Yoga-Energie aufladen wird. Wenn es deine Wohnverhältnisse hergeben, dann lass deine Matte hier ausgerollt liegen.

Täglich Yoga, wie gelingt es dir?

Es gibt natürlich noch viele weitere Tipps, wie Yoga täglich gelingt. Schreibe doch deinen Mityogis und uns, wie es Dir gelingt, regelmäßig Yoga zu machen. Schreibe deine Tipps ganz unten als Kommentar.

Wir wünschen Euch allen viel Freude auf der Matte und wer Lust hat, macht bei unseren regelmäßig stattfindenden 21DaysOfOm mit. Das ist unser Yoga-Retreat für zuhause. Während dieser Aktion gehen wir für 21 Tage hintereinander auf die Matte. Jeder für sich, aber doch alle gemeinsam. Denn eine motivierende Gemeinschaft ist einfach unschlagbar.

Liebe Grüße,

Philipp
...und das Team von YogaMeHome

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Philipp (Redaktion)

Philipp Strohm ist Gründer von YogaMeHome. Wenn er nicht gerade mit seiner Kamera auf Tour ist, um die Lehrer-Perlen der deutschsprachigen Yoga-Welt zu finden, dann lebt er mit seiner Familie in Wien.

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Kommentare 

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ju

..eine eigene kleine mini-Basic-Einheit schaffen, die *immer* möglich ist - das gibt Sicherheit & lässt den Faden nicht abreißen, „erinnert den Körper“ & lässt sich in alle Richtungen ausbauen / erweitern, wenn mehr Raum & Zeit da ist.....

Verfasst am 30.09.2020 um 17:22

Cornelia

warum ich täglich Yoga übe? Könnte x-Erklärungen aufführen -die Wichtigste für mich: Weil es mir in vielerlei Hinsicht einfach gut tut :-). Das Zauberwort ist "einfach" - erleben, erfahren, erproben.....weg vom "müssen", hin zu "dürfen".

Verfasst am 02.10.2020 um 07:25

Eva

Habe angefangen immer noch vorm Schlafengehen auf die Matte zu gehen ... manchmal sind es nur 5 Minuten mit tiefen Atmungen oder 5 Minuten Herzöffner ... aber diese 5 Minuten sind es immer. Meistens geh ich aber schon früher Richtung Bett, wodurch ich dann noch für eine volle Einheit Zeit hab und dann wirklich sehr entspannt ins Bett gehen kann! Warum für mich abends besser ist? Ich kann besser abschalten ... 'meine' Arbeit ist erledigt.. die Kids im Bett... hab dann wirklich Zeit und Ruhe für mich

Verfasst am 01.11.2021 um 21:27

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