Warum du Yoga in der Schwangerschaft machen solltest
von Maisie in Gesundheit

Wusstest du, dass du mit Yoga in der Schwangerschaft den Geburtsprozess vereinfachen und auch die Dauer der Geburt verkürzen kannst? Und nicht nur das. Denn Yoga kann die Geburt sanfter und schöner werden lassen und viele andere Vorteile mit sich bringen.

Hallo liebe Frau,

na das klingt doch super, oder?

Hier bekommst du alle Infos, wie du und dein ungeborenes Baby eine schöne, gesunde Zeit mit Yoga bekommt. 

Zuerst lass uns mal beleuchten, dass heute natürliche Geburten deutlich länger dauern, als noch vor 50 Jahren. Das ist für die Mütter und Babys wirklich anstrengend. Aber warum dauern Geburten heutzutage länger? Als Gründe werden in einem Spiegel-Artikel wichtige Punkte aufgeführt wie: Höheres Gewicht von Mutter und Kind, mehr medizinische Interventionen (wie PDA) oder das Alter der Mutter.

Doch auch das ganze Geburts-Setting hat sich über die letzten Jahrzehnte, ja vermutlich sogar Jahrhunderte, stark verändert. Und laut der WHO sollen Frauen dazu ermuntert werden, bei der Geburt eine Position ihrer Wahl einzunehmen, anstatt „wie ein Käfer auf dem Rücken zu liegen“, so hat es meine Hebamme liebevoll ausgedrückt.

Tatsächlich ist die Rückenlage physiologisch eine extrem unpraktische Position, um sein Kind zu bekommen und führt somit zu einer Verlängerung der Eröffnungsphase. Eben die Position, bei der die Ärzte und Hebammen am besten trainiert sind, um interagieren zu können, was ja auch nicht ganz unwichtig ist. Aber lass uns erst mal die Geburtsdauer näher beleuchten.

Wie kann man die Geburtsdauer eines Babys verkürzen?

Beim Alter kann man nicht mehr viel machen.  Aber du kannst darauf achten, gesund, sportlich und beweglich zu sein. Dazu kommen noch die Atmung und dein Mindset und dann hast du deine Traumgeburt schon halb in der Tasche!

Es gibt darüber hinaus noch ein paar weitere wichtige Faktoren, wie die Wahl des Geburtortes, deine Vorbereitung und noch ein paar Sachen mehr, aber das ist ein anderes Kapitel.

Yoga verkürzt dir also nicht nur die Geburt, sondern erspart dir im besten Falle einige Wehen und hilft dir in der gesamten Schwangerschaft. In der Schwangerschaft selbst kannst du so in Bewegung bleiben, Glücksgefühle ausschütten, deinen Atem trainieren, innerlich zur Ruhe kommen, Stress abbauen und deine Beweglichkeit etwas ölen.

Außerdem kannst du dich während des Yogas mit deinem Baby verbinden. Tatsächlich ist bei der Geburt auch Teamarbeit gefragt, denn dein Baby macht dabei ja auch aktiv mit. Verrückt, oder? Bei der Geburt kommen dir dann genau diese Aspekte zugute. Denn wenn du gelassen und positiv in die Geburt gehst, hast du bereits einen großen Schritt getan.

Und deine Ausdauer, körperliche Konstitution und Beweglichkeit hilft dir unter der Geburt in Bewegung zu bleiben und die für dich und dein Baby passende Geburtsposition einzunehmen. Dies führt zu weniger Schmerzmittelgebrauch und Interventionen und der Geburtsprozess wird dadurch verkürzt. Wenn der Gedanke ans Umherlaufen und Bewegung während der Geburt für dich nicht so attraktiv klingt und du nach einer Alternative zum Umgang mit den Wehen suchst, könntest du auch über eine Geburt im Wasser nachdenken. 

Die Vorteile von Yoga in der Schwangerschaft im Überblick

Durch das Praktizieren von regelmäßigem Yoga in der Schwangerschaft profitierst du von folgenden Vorteilen:

  • Steigern der körperlichen Fitness
  • Beweglich bleiben/werden
  • Lindert Rückenschmerzen und andere Schwangerschaftsbeschwerden (wie Verdauung, Durchblutung fördern, Wassereinlagerungen, etc.)
  •  Atmung & Tönen für die Geburt trainieren
  • Verbindung zu deinem Baby aufbauen und manifestieren
  • Stressabbau & zur Ruhe kommen
  • Geist, Achtsamkeit & Selbstbewusstsein stärken
  • Kennenlernen von anderen Schwangeren (das geht online & offline)
  • Immunsystem stärken
  • Beckenboden trainieren
  • deinen Körper kennenlernen, dich mit ihm verbinden und ihn lieben

Wenn du also diese Vorteile genießen kannst und dann auch noch Spaß am Yoga hast, na dann ist das doch mehr als nur ein Win:Win! 

Und genau das sollte es auch: Spaß machen! Darum solltest du den Yogakurs finden, der zu dir passt. Aber welcher Kurs könnte das sein?

 

Welche Yoga-Arten sind für Schwangere geeignet?

Grundsätzlich gilt wie bei jeglichem Sport in der Schwangerschaft, dass du auf dich und dein Baby achten musst und dich nicht bis ans Limit pushen solltest. Es soll Spaß machen, dich stärken und darf auch ein bisschen fordern. Aber sei bei allem achtsam und achte auf euch - im Zweifel sprich mit deiner Hebamme oder Ärztin, was für dich geeignet ist.

Darüber hinaus gibt es Yoga-Arten, die besonders schön in die Schwangerschaft passen und schwangerenfreundliche Asanas (Übungen) beinhalten. Oft gepaart mit anderen Übungen für das Tönen, Atmen oder die Ausdauer. Am besten ist es, wenn du bei allen Kursen darauf achtest, dass sie auf Schwangere ausgelegt sind. Denn die meisten Yogaformen können auch sehr fordernd sein und sind somit unpassend.

Gute Yoga Stile für die Schwangerschaft

Folgende Stile werden oft (leicht modifiziert) für Schwangere angeboten: 

Prenatal Yoga:

Prenantal Yoga, so werden immer öfter Kurse bezeichnet, die verschiedene Asanas aus unterschiedlichen Richtungen zusammentragen, die sanft sind und sich für Schwangere eignen.

Hatha Yoga: 

Hatha Yoga ist eine der gängigsten Formen, bei der es vor allem um Kraft geht und darum, deinen Körper zu stärken. Dieser Kurs passt gut für Schwangere, die es eher sportlich mögen und in der Schwangerschaft fit bleiben wollen. Yoga Anfänger sollten wirklich darauf achten, sich nicht zu übernehmen und einen schwangerschaftstauglichen Kurs wählen.

Kundulini Yoga:

Kundalini Ist ein Yoga Stil, der den Geist durch Mantren & Meditation stärkt und das Tönen übt. Zudem gibt es Übungen, die das Aushalten von Wehen simulieren, ergänzt durch körperbetonte Übungen (Asanas). Alles in allem ein oft eher ruhigerer Yoga-Stil, der perfekt in die Schwangerschaft passt.

Lach-Yoga:

Und schau auch gern mal über den Yoga-Tellerrand, es gibt viele weitere schöne Yoga Stile, die jetzt gut passen! Von Klangschalen-Yoga über Lachyoga, es ist erlaubt, was euch guttut! 

Was sollte man im Yoga als Schwangere vermeiden?

Du solltest eher davon absehen, Yoga (und natürlich auch generell Sport) bei zu hohen Temperaturen durchzuführen, um deinen Kreislauf nicht zu überanstrengen. Hierunter fällt zum Beispiel Bikram Yoga. Ebenfalls eher ungeeignet sind Yoga Arten mit dem Zusatz „Power“ wie „Power Yoga“.

Diese Kurse sind oft zu fordernd und wenig hilfreich. Sollte sich eine Übung nicht gut anfühlen oder du sogar Schmerzen haben, dann höre auf jeden Fall auf. Denk daran, immer genug zu trinken, du brauchst jetzt viel Flüssigkeit! 

Fazit: Warum du Yoga in der Schwangerschaft machen solltest

Generell tut Sport uns allen, aber besonders Frauen in der Schwangerschaft sehr gut und hält dich und dein Baby fit. Das Besondere an Yoga ist, dass es dir zudem hilft, dich körperlich und mental in der Schwangerschaft zu stärken und eine schöne und schnelle Geburt zu erleben.

Gerade die Mischung uns Bewegung, Ruhe, Atmung und Dehnung deckt viele wichtige Aspekte ab und macht vor allem Spaß.

Hast du Yoga in der Schwangerschaft schon ausprobiert bzw. denkst du, dass es dir bei der Geburt geholfen hat?

Ich freue mich auf deine Kommentare, 

Deine Maisie

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Maisie

Maisie ist Bloggerin bei MyMaisie.de. Auf Ihrem Blog findest du wertvolle Tipps und Tricks rund um die Schwangerschaft, Geburt und Mama-Sein!

Neben hilfreichen Strategien findest du aber vor allem eins: Verständnis!

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